Randen & Rüben

Die Rande war schon Ägyptern, Griechen und Römern bekannt und wurde wohl von letzteren nach Mitteleuropa gebracht. Die frühen Formen enthielten ringförmige Farbunterschiede in den Rüben, die später weggezüchtet wurden. Die Farbvariationen entstehen durch unterschiedliche Pigmenteinlagerung zwischen Bast- und Holzschicht der Rübe.

 

Die Mairüben sind eigentlich frühe Herbsträben. Sie bilden bei zeitiger Aussaat im März/April im Freiland ab Anfang Juni zarte, flachrunde oder kugelige Knollen und schmecken mild.

 

Bodenkohlrabi/Kohlrübe - Die wahrscheinlich aus einer Bastardisierung von Kohlrabi und Herbstrüben im westlichen Mittelmeergebiet entstandene Kulturpflanze ist mit dem Raps nahe verwandt. Die charakteristischen, halb im Boden sich entwickelnden Knollen ähneln dem Kohlrabi. Bodenkohlrabi ist ein delikates Gemüse.

Chioccia (PSR)

Diese italienische Sorte aus der Gruppe der «ägyptischen Randen» wurde bereits 1841 im «Le bon jardinier» erwähnt. Runde Wurzeln, abwechselnd rote und weisse Ringe. Sehr ertragreich. Die jungen, zarten Randen sind besonders gut roh oder leicht gekocht.

Ägyptische Plattrunde (PSR)

Bereits 1818 beschrieben durch Vilmorin. Rundliche, abgeflachte Wurzelknolle mit glatter, roter, ins Violette übergehender Haut und dunkelrotem Fleisch. Extrem frühe Sorte.

Golden (PSR)

Vermutlich die gelbe Variante der sehr alten Randen-Sorte «Early Blood», die bereits im 18. Jh. angebaut wurde. Blattrippen und Fleisch sind gelb. Auch die feinen, duftenden Blätter sind essbar. Beim Kochen etwas Essig beigeben gegen das Ausbleichen.

Rande Albino

Traditionelle holländische Randensorte. Komplett weisse Wurzeln mit köstlichem Geschmack. Nie mehr Randenflecken auf dem frischen weissen Hemd... 

Golden Ball (PSR)

Gelbfleischige, etwas kleinere Räbe mit gutem Geschmack. Kurze Entwicklungszeit von ca. 2 Monaten. Direktsaat ist am sinnvollsten.

Wilhelmsburger (PSR)

Altes, wertvolles Wintergemüse, in der Küche vielseitig verwendbar. Gelbe Steckrüben mit festem Fleisch und sehr guter Lagerfähigkeit. Anspruchslos und widerstandsfähig gegen Temperaturen bis -5°C.

Kerbelrübe (PSR)

Der Geschmack der Kerbelrübe kommt dem von Esskastanien am nächsten. Die Wurzeln sind süßlich. Sie werden auch ähnlich wie Frühkartoffeln geschmort und als Beilage serviert. Die kleiner fallenden Wurzeln können besser für Suppe oder Ragout zubereitet werden. Das Knollenfleisch lässt sich nach dem Kochen leicht von der Wurzelhaut trennen und herausdrücken. Auch die Blätter der jungen Pflanze und geschälte Pflanzenteile wurden früher in der Küche verwendet. Diese wurden als Kräutersuppe zubereitet, als Spinatersatz gegessen oder zu Salat als Würze gegeben.

 

(Quelle: Wikipedia)